Suche | Sitemap | Impressum | www.thw.de

Termine

<<  November 2017  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
    1  2  3  4  5
  6  7  8  9101112
13141516171819
20212223242526
27282930   

Wetterwarnungen Neu-Ulm

Keine Wetterwarnung aktiv

Stahlträger und Schrott aus der Donau geborgen

28. Januar 2017

Die Deutsche Bahn AG beauftragt das THW Neu-Ulm des Öfteren mit der Beseitigung von Treibgut an den Pfeilern der Eisenbahnbrücke. Grundlage hierfür ist ein Vertrag zwischen der DB AG und dem THW. Bei diesen Aktionen fiel auf, dass sich oberhalb der Eisenbahnbrücke relativ viel Stahlschrott angesammelt hatte, der eine Gefahr für Wassersportler darstellt. Eine nicht mehr existierende Stahlbrücke an dieser Stelle ist die Erklärung für diese Ansammlung.


Mit der Stadt Neu-Ulm wurde vereinbart, den Schrott zu entsorgen, sobald ein niedriger Wasserstand der Donau diese Bergungsarbeiten ermöglichen würden. Die anhaltende Trockenheit in Kombination mit den Minustemperaturen eröffnete jetzt dieses Zeitfenster.


Ein Mobilkran hob hierzu einen Bagger in das Flussbett, der dann flussaufwärts auf dem Kiesbett zur Einsatzstelle fahren konnte. Ein THW-Taucher im Trockentauchanzug unterstützte die Suche und das Ausbaggern der Schrottteile. Neben Resten von scharfkantigen Spundwänden förderte die Aktion auch mehrere große Stahlträger und einige Fahrräder an das Tageslicht. Der bereitgestellte Kipplaster füllte sich zügig. Die ausgebaggerten Löcher wurden abschließend wieder eingeebnet.

Schrott_Donau-336 Schrott_Donau-350 Schrott_Donau-352 Schrott_Donau-354 Schrott_Donau-358 Schrott_Donau-363 Schrott_Donau-364 Schrott_Donau-365 Schrott_Donau-367 Schrott_Donau-368 Schrott_Donau-371 Schrott_Donau-374 Schrott_Donau-379 Schrott_Donau-383


 

Ausflugsschiff MS Donau geborgen

27. Januar 2017

Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Bayerischen Roten Kreuz (BRK), der Wasserwacht und des THW unterstützten die Bergung des Ausflugsschiffs MS Donau am Neu-Ulmer Donauufer. Das seit einigen Jahren nicht mehr genutzte Schiff kam aufgrund eines stark gesunkenen Wasserspiegels der Donau in Schieflage. Aufgrund des Treibstoffvorrats an Bord und die damit verbundene Umweltgefährdung ordnete das Landratsamt Neu-Ulm die Bergung des Schiffes an. Bereits vier Tage vorher sicherten Einsatzkräfte der Feuerwehr Neu-Ulm und des THW Neu-Ulm die MS Donau am Ufer und fingen ausgetretenes Heizöl mit Ölsperren auf. Aufgrund des hohen Eigengewichts des Schiffes musste die Bergung auf die Verfügbarkeit eines entsprechend dimensionierten Mobilkrans abgestimmt werden.

THW-Kräfte aus Ulm und Günzburg unterstützten die Neu-Ulmer THW-Mannschaft mit Booten und zusätzlicher Geräteausstattung. Insgesamt 40 THW-Männer und THW-Frauen waren rund 15 Stunden im Einsatz. Die niedrige Temperatur von ca. – 10°C und die lange Einsatzdauer kennzeichneten die Rahmenbedingungen.

Die Bergung begann am frühen Morgen. Der Neu-Ulmer THW-Taucher Florian Obst legte das schwere Helmtauchgerät an, um die Ketten zum Heben des Schiffes anzuschlagen. Zudem kamen spezielle Unterwasser-Hebekissen zum Einsatz. Die nächste Stufe sah das Anheben des Schiffes vor, um das eingedrungene Wasser bzw. das Wasser-Öl-Gemisch abzupumpen. Das Abpumpen der Flüssigkeiten übernahm eine Spezialfirma. Das kombinierte Gewicht des Schiffs und des Wassers brachte den Mobilkran an seine Leistungsgrenze. Es war erforderlich, dass Schiff nochmals abzulassen und über zwei Traversen an vier Fixpunkten neu anzuschlagen. Zudem mussten die Entsorgungsspezialisten rund 20 m³ Gemisch entsorgen, nachdem die gesamte Ladungskapazität des Lastzugs gefüllt worden war. Zum Heben des Schiffes war es erforderlich, das Wasser-Öl-Gemisch vollständig abzusaugen. Bei einer Grundfläche von rund 100 m² bedeutete eine 10 cm hohe Flüssigkeitsschicht ein Mehrgewicht von rund 10 Tonnen. Die THW-Kräfte an Bord fanden immer wieder mit Flüssigkeiten gefüllte Hohlräume, die leergesaugt werden mussten. Parallel dazu begann das THW-Team den Aufbau auf dem obersten Deck zu entfernen. Zum Einsatz kamen hier Mototrennschleifer und hydraulisches Gerät.


Als THW-Kräfte außerhalb der Kabine am Bug einen weiteren Hohlraum mit dem Trennschleifer öffnen wollten, entzündete sich im Innenraum eine Sitzbank. Durch Funkenflug hatte sich der mit Öl getränkte Ölbinder entzündet. Mit einem Pulverlöscher konnte der Brand rasch gelöscht werden.

Die Feuerwehr Neu-Ulm hatte stromabwärts eine Ölsperre für den Einsatz vorbereitet und gewährleistete durch ein Löschfahrzeug den Brandschutz. Die Führungskräfte der beteiligten Hilfsorganisationen unter der Leitung von Stadtbrandinspektor A. Hofzimmer arbeiteten eng mit den Spezialisten der Fachfirmen (Mobilkran, Absaug- und Entsorgungsspezialist, Tieflader zum Abtransport) zusammen.


Die Wasserwacht Neu-Ulm unterstützte mit einer Bootsbesatzung die Bergungsarbeiten auf der Wasserseite. Der Betreuungsdienst des BRK übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte. Zusätzlich gewährleistete das BRK den Rettungsdienst.


Nachdem die Absaugarbeiten letztendlich erfolgreich verliefen, konnte der Mobilkran das Schiff zunächst auf das Uferniveau gehoben werden, um dort herunterhängende Anbauteile abzutrennen. Inzwischen war es dunkel geworden, so dass neben der Polyma-Lichtgiraffe auch mehrere Powermoons und andere Scheinwerfer zum Einsatz kamen, um die Einsatzstelle auszuleuchten. Der Anhänger der 2. Bergungsgruppe mit dem leisen 50kVA-Stromaggregat leistete den ganzen Tag über gute Dienste.


Abschließend hob der Mobilkran das Schiff auf den bereitgestellten Tieflader. Für den Abtransport zu einem Entsorgungsunternehmen mussten Straßen in Neu-Ulm gesperrt werden.


So konnte der Einsatz nach rund 15 Stunden erfolgreich abgeschlossen werden. Zahlreiche Einsatzoptionen des THW kamen hier wieder einmal kombiniert zum Einsatz: vom schweren Bergungstauchen mit dem Helmtauchgerät und Unterwasser-Hebekissen über den Bootsdienst der Wassergefahrengruppe zum mechanischem Trennen mittels hydraulischer Schere und Mototrennschleifer und abgerundet durch Stromversorgung und dem großflächigen Ausleuchten der Einsatzstelle.

MS_Donau-005 MS_Donau-011 MS_Donau-013 MS_Donau-016 MS_Donau-019 MS_Donau-020 MS_Donau-023 MS_Donau-037 MS_Donau-063 MS_Donau-068 MS_Donau-070 MS_Donau-074 MS_Donau-075 MS_Donau-078 MS_Donau-084 MS_Donau-086 MS_Donau-088 MS_Donau-100 MS_Donau-116 MS_Donau-118 MS_Donau-122 MS_Donau-148 MS_Donau-154 MS_Donau-155 MS_Donau-156 MS_Donau-169 MS_Donau-170 MS_Donau-171 MS_Donau-173 MS_Donau-176 MS_Donau-184 MS_Donau-186 MS_Donau-188 MS_Donau-198 MS_Donau-202 MS_Donau-204 MS_Donau-211 MS_Donau-217 MS_Donau-221 MS_Donau-226 MS_Donau-232 MS_Donau-238 MS_Donau-240 MS_Donau-245 MS_Donau-247 MS_Donau-250 MS_Donau-251 MS_Donau-257 MS_Donau-266 MS_Donau-269 MS_Donau-271 MS_Donau-278 MS_Donau-285 MS_Donau-292 MS_Donau-301 MS_Donau-304 MS_Donau-306 MS_Donau-307 MS_Donau-310 MS_Donau-321