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Tauchgruppe unterstützt Polizei bei Waffensuche

21. Dezember 2003

Amtshilfe zum Tötungsdelikt in Heidenheim

Am Sonntag, den 21. Dezember 2003 bat die bayerische Polizei das THW Neu-Ulm um Amtshilfe.

Aufgrund einer Zeugenaussage hatte der mutmaßliche Täter noch in der Tatnacht einen langen schwarzen Gegenstand sowie einen Beutel in einem Baggersee bei Dillingen versenkt.

Aus ermittlungstechnischen Gründen war eine sofortige Klärung des Sachverhalts erforderlich. Da die Polizeidienststellen schon bei mehren anderen Gelegenheiten mit THW-Tauchgruppen erfolgreich zusammengearbeitet hatten, wurde das THW um Amtshilfe gebeten.

Sechs Taucher des THW-Ortsverbandes Neu-Ulm und weitere fünf THW-Taucher aus Donauwörth suchten ca. drei Stunden lang den Grund des Baggersees ab.

Der Hauptgegenstand, der sich nach der Bergung als ein Satz Metallrohre mit unterschiedlichem Durchmesser herausstellte, konnte in dem relativ klaren Wasser sehr schnell gefunden und geborgen werden. Auch der beschriebene Beutel, der Munition enthielt, wurde von den THW-Tauchern gefunden.

Um eventuell weitere Teile zu finden, wurde der Grund des Baggersees sorgfältig abgesucht. Hierbei wurden auch Spezialausstattung wie Unterwasserfunk und Metallsuchgeräte eingesetzt. Mit Hilfe dieser Geräte wurden auch kleinste Metallteile geortet, die jedoch in keinem Zusammenhang zu dem aktuellen Fall stehen (z.B. Kronkorken, Metallkettchen).

Mit Hilfe von sogenannten Vollgesichtsmasken, die das ganze Gesicht vor Wasser schützen, ist eine Funkverbindung auf Ultraschallbasis sowohl zwischen den Tauchern als auch mit einer Boots- oder Landbasis möglich. Durch diese Kommunikationsmöglichkeit sind Unterwasserarbeiten aller Art sehr gut koordinierbar. Zusätzlich wird die Sicherheit der Taucher wesentlich verbessert. Die Einsatzleitung ist immer informiert. Der THW Ortsverband Neu-Ulm verfügt über vier dieser mit Funk ausgestatteten Masken.

In wie weit die Metallrohre bzw. die Munition als Waffe eingesetzt werden konnten, wird zur Zeit von Sachverständigen der Polizei geklärt.

Insgesamt waren 18 THW-Helfer (hiervon 11 Taucher) und drei Fahrzeuge eingesetzt - sieben THW-Kräfte kamen aus Neu-Ulm.

 

Alarmierungszeit: 21.12.2003 08:00 Uhr
Ort: Dillingen
Einsatzdauer: 7 Std.
Helferanzahl: 18