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Vermisstensuche im Fischersee bei Burlafingen

09. Juni 2016

Das THW Neu-Ulm beteiligte sich mit 24 Einsatzkräften, vier Fahrzeugen und einem Sonarboot an der Suche nach einer vermissten Person im sogenannten Fischersee bei Burlafingen im Landkreis Neu-Ulm. Im Einsatz waren zudem die Wasserwacht Neu-Ulm, die DLRG, die Feuerwehr sowie der BRK-Rettungsdienst. Suchhunde hatten die Spur der vermissten Person in der Nähe des Sees verloren, worauf  die Polizei  eine Suche im See veranlasste.

Neben den Sonargeräten der Wasserwacht Neu-Ulm und des THW Neu-Ulm wurden Wasserretter zur Suche im ufernahen Bereich eingesetzt. Zur Überprüfung von verdächtigen Stellen kamen insgesamt vier Taucher von Wasserwacht, DLRG und THW zum Einsatz. Die Suche wurde nach knapp zwei Stunden ergebnislos eingestellt.
Mit Hilfe des Sonarbootes können Personen oder Objekte unter Wasser geortet werden, wobei es hierbei wichtig ist, zu ortende Objekte von möglichst unterschiedlichen Winkeln zu erfassen. Mit einer Geschwindigkeit von rund 4-5 km/h ergeben sich die besten Bilder. Die Interpretation des auf einem Display dargestellten Sonarergebnisses ist schwierig und erfordert viel Übung und Erfahrung. Deshalb hat es sich bewährt, dass zwei qualifizierte Spezialisten die Ergebnisse interpretieren. Durch Schattenwurf, Schwebeteile im Wasser, andere Sonargeräte, Wellenschlag, zu langsames oder zu schnelles Fahren, direktes Überfahren von Objekten wird die Interpretation erschwert. Länger im Wasser liegende Objekte können zusätzlich von Schlamm bedeckt oder von Wasserpflanzen bewachsen sein.
Aufgrund des integrierten GPS-Gerätes ist es möglich Gitterlinien über ein definiertes Suchgebiet zu legen, um eine wirklich systematische Suche durchzuführen. Durch das GPS kann die bereits abgesuchte Fläche eindeutig bestimmt werden. Bei verdächtigen Strukturen kann die Sonarbootbesatzung die Fundstellen über das GPS-System definieren. Zusätzlich werden auch Bojen gesetzt. Anschließend ist es erforderlich, die gekennzeichneten Stellen durch Taucher zu überprüfen.

Anhand der aufgezeichneten Daten ist es später dann möglich, ein detailliertes Profil des Gewässergrundes errechnen und farblich detailliert darzustellen.
Zukünftig soll ergänzend zur Fundstellenüberprüfung durch Taucher ein ferngesteuertes Unterwasser-Roboterfahrzeug (ROV = Remotely Operated Vehicle) zum Einsatz kommen. Das Gerät wurde bereits beschafft und wird in der nächster Zeit für THW-Einsätze konfiguriert und ertüchtigt.

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