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Hochwasser-Einsatz in Reichertshofen (update)

04. Juni 2013

Die 16 Neu-Ulmer THW-Einsatzkräfte erreichten ihre Einsatzstelle gestern Abend gegen 21.30 Uhr. Das Team aus Neu-Ulm wurde durch weitere neun Helfer aus den THW Ortsverbänden Günzburg und Krumbach ergänzt.
Auf dem Bauhofgelände der Gemeinde Reichertshofen erfolgte sofort die Ablösung einer erschöpften Mannschaft, die bereits rund 3.000 Sandsäcke gefüllt hatte. Eine Hälfte des neuen Teams begann unverzüglich mit dem Füllen von weiteren Sandsäcken und großen „Big Packs“. Die Infrastruktur auf dem Bauhofgelände war mit zur Verfügung stehenden Radladern und Baggern recht gut. Zusätzlich kamen Sandsackfüllanlagen zum Einsatz, die ein rationelleres Füllen der Sandsäcke ermöglichten. Die andere Hälfte der Mannshaft wurde zum Transport und dem Verbau der Sandsäcke eingeteilt.
Mit den zwei großen Neu-Ulmer Pritschen-LKW und zwei Kippern des Bauhofs wurde der Transport zur ungefähr 1 km entfernten Einsatzstelle durchgeführt.
Die Situation in Reichertshofen war aufgrund einer aktuellen Baustelle besonders brisant. Aufgrund von Bauarbeiten war eine Brücke über das Flüsschen Paar zusätzlich mit Stahlträgern verstärkt worden. Diese Stahlkonstruktion verringerte den Querschnitt des Wasserabflusses, so dass sich das Wasser an dieser Stelle zusätzlich staute. Die beteiligten Ingenieure hatten errechnet, dass ein weiteres Ansteigen des Pegels um ca. 50 cm wahrscheinlich dazu geführt hätte, dass das Wasser die komplette Brücke weggerissen hätte. Zusätzlich drohte das an dieser Engstelle aufgestaute Wasser weitere Teile von Reichertshofen zu überfluten. Deshalb musste hier ein großer bogenförmiger Schutzdamm aus Big Packs und Sandsäcken zum Schutz der Gemeinde angelegt werden.
Insgesamt füllte das neue Einsatzteam bis ungefähr 4.00 Uhr morgens weitere 3.000 Sandsäcke. Insgesamt wurden rund 6.000 Sandsäcke und 74 „Big Packs“ (à ca. 1 Tonne) im Schutzdamm verbaut. Während der frühen Morgenstunden wurde der Scheitelpunkt erreicht, das Wasser stieg nicht weiter an. Bis gegen 11. 00 Uhr heute Morgen sank der Pegel um einige Zentimeter. Für diese Einsatzstelle kann somit eine vorsichtige Entwarnung gegeben werden.
Im Bereich von Vohburg an der Donau ergeben sich dafür anscheinend neue Probleme. Deshalb wurde das Einsatzteam aus Neu-Ulm / Günzburg / Krumbach gegen 11.00 Uhr zusammen mit weiteren THW-Kräften nach Vohburg mit höchster Dringlichkeit beordert.
Nähere Informationen liegen zum jetzigen Zeitpunkt (4.6.2013 12.00 Uhr) noch nicht vor.

 

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