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THW Neu-Ulm hilft auf Haiti

17. August 2010

Der  Neu-Ulmer THW-Zugführer Walter Backeler kehrt heute von einem vierwöchigen Auslandseinsatz aus Haiti zurück.
Im Auftrag der Europäischen Kommission unterstützt das THW den haitianischen Zivilschutz bei der Verbesserung der Infrastruktur in den vielen Lagern. Walter Backeler ist einer der THW-Spezialisten mit einer speziellen Ausbildung zur Errichtung und Betrieb von Notunterkünften. Unter seiner Anleitung konnten in einigen Lagern die sanitären Verhältnisse verbessert werden.


Über sechs Monate nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,2  am 12. Januar 2010 leben immer noch mehr als eine Million Menschen in den zahlreichen provisorischen Lagern, die unmittelbar nach der Katastrophe errichtet wurden.
Die von Juni bis September dauernde Hurrikan- und Regenzeit stellt für die Bewohner der Lager eine zusätzliche erhebliche Beeinträchtigung der ohnehin schon schwierigen Lebensumstände dar.

Seit Anfang Mai führt das THW in Haiti ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projekt durch, um zusammen mit dem haitianischen Zivilschutz DPC (Département Protection Civile) die Infrastruktur in den Notunterkünften zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwässerung der Lager durch den Bau von Drainagegräben, der Aufbereitung von Regenwasser, der Müllentsorgung und der Verbesserung der sanitären Anlagen. Neben sauberem Trinkwasser ist die Hygiene in den Lagern der Ansatzpunkt, um Krankheiten oder gar Seuchen zu verhindern.

Mitarbeiter des haitianischen Zivilschutzes DPC wurden zunächst vom THW geschult. Anschließend wurden kleine mobile Teams gebildet, die aus mehreren DPC-Mitarbeitern, Übersetzern und einem THW-Spezialisten bestehen. Jedem dieser Teams werden dann Lager zugewiesen, in denen die DCP-Mitarbeiter ihr neu erworbenes Wissen umsetzen sollen. In die Arbeiten  werden auch die  Bewohner der Lager mit einbezogen. So erlernen diese nicht nur die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen,´sondern erhalten auch einen Lohn, der sich am Cash-for-Work Programm der Vereinten Nationen (UN) orientiert.

Um dieses auf sechs Monate angelegte Projekt umsetzen zu können, werden vom THW eine größere Anzahl von Spezialisten eingesetzt, die für jeweils ungefähr vier Wochen auf Haiti zum Einsatz kommen.

Einer dieser Fachleute ist Walter Backeler, der beim THW-Ortsverband Neu-Ulm die Funktion des Zugführers ausübt. Für diesen THW-Einsatz musste Backeler einen speziellen Einweisungslehrgang für THW-Auslandseinsätze im THW-Schulungszentrum Neuhausen absolvieren, der die Einsatzkräfte auf die möglichen Problematiken im Ausland vorbereiten soll. Hierzu gehören zum Beispiel Themen wie Schikanen bei Einreise und Zoll, der Umgang mit korrupten Behörden, das Verhalten bei Überfällen oder der Umgang mit verzweifelten und teilweise auch aggressiven Menschen.

Umfangreiche medizinische Untersuchungen und zusätzliche Impfungen (darunter auch Gelbfieber, Tollwut, Cholera) schließen sich an. Einen großen Stellenwert hat auch das Briefing vor dem Abflug, bei dem die Erfahrungen der zuvor eingesetzten THW-Kräfte einfließen, um so die Kontinuität vor Ort zu gewährleisten.

Besonders wichtig ist aber auch die Bereitschaft der Familie und des Arbeitgebers, den humanitären Einsatz mitzutragen.

Walter Backeler hat sich mehrmals per e-mail aus Haiti gemeldet. Diese Momentaufnahmen vermitteln auch die Hochs und Tiefs, die ein solcher Einsatz auch emotionell mit sich bringt.

Zeitungsbericht Neu-Ulmer Zeitung

Zeitungsbericht Südwest Presse

Zeitungsbericht Südwest Presse

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