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THW unterstützt Galileo "Fake Check"

11. Juli 2010

Können Autos unter Wasser fahren ?

Im Internet kursiert ein kurzes privates Video, in dem ein  normales Geländefahrzeug scheinbar unter Wasser fährt. Das Fahrzeug verschwindet hierbei fast vollständig im Wasser. Einzig ein Luftansaugrohr und der Auspuff ragen aus der Wasseroberfläche hervor.

Das populäre Wissenschaftsmagazin „Galileo“ des Fernsehsenders Pro 7 greift dieses Thema auf und prüft im Rahmen des so genannten „Fake Checks“, ob das Fahren eines so  modifizierten Fahrzeuges unter Wasser tatsächlich möglich ist.

Hierzu unterstütze eine vierköpfige Tauchergruppe des THW Neu-Ulm  die Dreharbeiten des Galieo-Teams am vergangenem Wochenende an einem privaten Baggersee im Landkreis Dillingen.
Die auf zwei Tage angelegte Aktion wurde in Zusammenarbeit mit den THW-Ortsverbänden Günzburg und Donauwörth durchgeführt. Zunächst musste das Fahrzeug entsprechend vorbereitet werden, um den an erster Stelle stehenden Gewässerschutz zu gewährleisten. Hierzu wird zum Beispiel das normale Motorenöl gegen ein unbedenkliches Speiseöl ausgetauscht.  Zu den weiteren Aufgabenstellungen der THW-Kräfte gehörte die Vorbereitung der Fahrstrecke unter Wasser. Hierbei richteten die THW-Taucher ihr Augenmerk in erster Linie  auf eventuelle Hindernisse auf dem Grund des Sees.  Eine zweite Aufgabe für das THW-Unterwasserteam bestand darin, die Fahrt  mit einer speziellen Unterwasserkamera zu dokumentieren. Gleichzeitig sicherten sie den Fahrer des Fahrzeuges – einen ausgebildeten Stuntman – für den Notfall ab.  Außerdem sollte das THW-Team im Falle eines Scheiterns das Fahrzeug aus dem See bergen.

Das Bergen von Fahrzeugen aller Art – vom Mofa über PKWs bis hin zu Baumaschinen – aus Flüssen und Seen ist eine der Kernkomptenzen der THW-Taucher. Das THW verfügt hier über eine spezielle Geräteausstattung. Zum Einsatz kommen häufig mit Pressluft befüllte Hebekissen, um das zu bergende Fahrzeug in eine schwimmende Position zu bringen. Mit Hilfe einer Seilwinde eines Gerätekraftwagens kann das Fahrzeug dann relativ einfach – und schonend für die Unterwasser-vegetation – in den Uferbereich gezogen werden. Mit Hilfe von Ladekränen der THW-LKWs wird das Objekt an Land gehoben.  Während der Bergeaktion wird eine geschlossene schwimmende Ölsperre um den Einsatzbereich gelegt, um eventuell auslaufende Kraftstoffe oder Öle sicher auffangen zu können. Bei solchen Bergungen ist eine enge Abstimmung zwischen Tauchern, der Bootsbesatzungen und den Einsatzkräften an Land erforderlich. Hierfür setzt das THW spezielle Vollgesichtsmasken mit einem Funksystem auf Ultraschallbasis ein.

Ob der umgebaute Geländewagen tatsächlich die festgelegte Strecke auf dem Grund des Sees befahren konnte oder ob die THW-Bergungskräfte benötigt wurden, wird jetzt an dieser Stelle noch nicht verraten. Das Geheimnis wird erst in einer „Galileo“-Sendung (Pro 7) gelüftet.

Hier finden Sie die Auflösung: http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/27537-fake-check-jeep-unter-wasser-1.1881289/

 

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